In meinem Gartenbuch* zeige ich euch diese Vogelfutterstation und ich kann es gar nicht erwarten sie wieder aufzuhängen. Auch wenn es jetzt natürlich noch ein bisschen zu früh ist. Bei diesen milden Temperaturen brauchen die Vögel noch kein zusätzliches Futter.
Aber man kann die Zeit ja nutzen und schon mal ein paar Vorbereitungen treffen, sich Material besorgen, um dann loszulegen, bevor es endlich kalt und frostig wird.

Das benötigt ihr für die Vogelfutterstation:
bei einer Hokzstärke von 1,5 cm (unten im Anhang findet ihr noch mal einen genauen Plan für das Häuschen)
• Rückenplatte (21 x 15 cm) abgesägt an allen Ecken mit 45°
• Dach 13 cm x 9 cm und 11,5 cm x 9 cm
• Glasauflage 8 cm x 7 cm und 6,5 cm x 7 cm
• Stichsäge
• Rundstab ca. 12 cm
• Holzleim
• Nägel
• Hammer
• Schraubzwinge
• Kistenaufhänger
• Schraubendreher
• Holzlack
Wer sich nicht zutraut, die Platten selbst zu sägen, kann sie sich vielleicht von einem freundlichen Baumarktmitarbeiter zuschneiden lassen. Es sollte auf jedenfall Hartholz sein, dass auch mal ein paar Schlechtwettertage übersteht.

Nachdem alle Teile zugeschnitten sind, klebt man zunächst die Halterung für das Futterglas zusammen und das Dach an den Dachschrägen fest. Verwendet Schraubzwingen, damit es gerade und auch fest sitzt.

Ist der Kleber gut getrocknet, klebt man die Glas-Halterung auf die Platte. Zur besseren Stabilität sollte man die einzelnen Holzplatten mit kleinen Nägeln fixieren. Dann umdrehen und auf der Rückseite die Aufhängung befestigen. Dann noch den Rundstab in die Glas-Halterung kleben – das ist die „Landestange“!

Für bessere Wetterbeständigkeit kann man die Vogelfutterstation noch mit einem Lack überziehen. Wer mag, kann es natürlich auch komplett farbig anlegen. Den Vögeln ist es sicher egal, hauptsache es gibt was leckeres zu futtern. Fehlt also nur noch das Glas mit den Körnen.
Dafür benötigt ihr:
• sauberes Schraubglas (passend für euer Häuschen)
• großen Topf
• Kochlöffel
• 250 g Fett (z.B. Kokosfett) etwas Pflanzenöl
• verschiedene Sämereien, z.B. Hanfsamen, Hirse, Leinsamen, Haferflocken, Erdnuss- und Haselnussbruch…
alternativ: fertige Vogelfuttermischung
Das Fett in einen Topf geben und vorsichtig einschmelzen. Nicht kochen lassen! Wenn es flüssig ist, einen Schuss Pflanzenöl dazugeben. So bleibt die Masse nach dem Aushärten geschmeidiger. Dann die Körnermischung nach und nach einrühren.
(auf 250 g Fett ca. 250 g Körner) Gut verrühren und abkühlen lassen, bis die Masse noch gut formbar ist.

Dann das vorbereitete Glas damit füllen und alles richtig aushärten lassen. Anschließend in die Vogelfutterstation legen. Auch kleine Förmchen kann man füllen und später mit einer Schnur aufhängen.

Der Standort für die Vogelfutterstation sollte schattig sein, damit sich das Fett an einem warmen Tag nicht erwärmen kann. Und natürlich sollte man darauf achten, das Futter außer Reichweite von Katzen aufzuhängen!
Dann heißt es warten, bis es kalt ist und die kleinen Piepmätze sich ans Futter wagen 😉

Hier seht ihr noch mal die Anleitung samt aller Maße.

Ein Kommentar
naja, im prinzip eine der wenigen Anleitungen, die es überhaupt gibt. Man sollte natürlich gegenüber kleinen Wildtieren, nicht einfach mit irgendeinem Kleber agieren. Ponal ist mir nicht bekannt, dass er schadstofffrei konzipiert wäre. Auch irgendeinen Lack drüberstreichen sollte man nicht. Alles sollte giftfrei sein und somit auch die Dachkonstruktion entweder mit Winkeln und einer Abdeckung formen und festigen und nicht mit beliebigem Kleber für Bastelarbeiten. Man kann das Dach mit Leinöl einreiben, dass ist eine gute möglichkeit, auch keine teuren giftfreien lacke zu besorgen, die man dann erstmal rumstehen hat für die kleine Menge, die gebraucht wird. Die Vögel kommen mit dem Häuschen mit ihrn Füssen in Berührung und nehmen so Giftstoffe auf, die sich über Feuchtigkeit und Wärme lösen.